Baubeschreibung meines Siku Control Dioramas im Maßstab 1:32
Ich war nicht sicher, ob ich überhaupt Platz für ein Diorama habe, aber der kleine Maßstab von 1:32 ermöglicht auch auf wenig Platz etwas Fahrbetrieb. Bei einer kleinen Fläche muss alles wohl überlegt werden. Ich will Spielspass, und wenns geht mit den Modellen den ganzen Tag durch Kaffeemehl wühlen. .

Maße der Platte Wandseite 2,30 x 1,40 Meter - Tiefe der Platte 90 cm Fläche insgesamt 2,5 qm
Nach langen Überlegungen habe ich mich entschlossen, die Fläche überwiegend mit Kaffemehl zu bedecken, was mir die Möglichkeit lässt, den Platz wahlweise für eine Ackerfläche, einen Baustellenbetrieb oder einen Arbeitsbereich der Forstwirtschaft zu nutzen, wenn es geht variabel und ohne viele Umbauten. Dann wird noch ein Silo eingebaut, unter das ich fahren kann um die Hänger zu beladen und in einer Ecke ein "Loch" was ich mit einem Gitter abdecke. Hier wird dann abgeladen und das Transportgut fällt aus dem Hänger durch das Lochgitter in einen darunter befestigten Behälter. Den Rest der nicht fällt, schiebt ein Modellfahrzeug mit Räumschild ins Loch. Aus dem Behälter unter der Platte kann ich dann das Silo wieder auffüllen, wenns nötig ist. Soweit also die Planung, mal schaun wie es dann am Ende wird.

Man sieht, ich brauche noch jede Menge von dem Kaffeemehl. Bei Testfahrten auf der Fläche mit dem ca 3 mm hoch aufgeschütteten Mehl, stellte sich heraus, daß ich wohl einen raueren Untergrund fabrizieren muss um das Durchdrehen der Räder bei schwerer Last zu verhindern. Es bleibt immer einiges Kaffeemehl zwischen dem Treckerreifenprofil hängen, aber nur in der Mitte der Lauffläche. Reifen mit dünnen Profil setzen sich allerdings zu (wie im richtigen Leben). Die Staubentwickelung auf den Fahrzeugen ist minimal. Aber der Spieltrieb wird voll befriedigt und mit schönen Reifenprofilabdrücken belohnt.
Nun habe ich erstmal wieder das Kaffeemehl entfernt um einen rutschfesten Untergrund aufzubringen. Ich habe mir also feinen Vogelsand besorgt, um mal etwas zu experimentieren. Ich habe die Platte mit seidenmatten Lack in Kaffeemehlfarbe satt gestrichen und sofort auf die feuchte Farbe den Vogelsand aufgestreut und alles ne Stunde trocknen lassen. Der Untergrund wirkt nun wie feines Schmirgelpapier und ist schön griffig.
Ich verwende gebrauchtes Kaffeemehl aus dem Filter der Kaffeemaschine, ob neues und noch nicht aufgebrühtes Kaffeemehl geht wage ich zu bezweifeln, zumindest wird es dann riechen wie in einer Kaffeerösterei. Das aufgebrühte Mehl ist geruchsneutral und macht auch keine Flecken, selbst aus meinem gelben T-Shirt gings bei der Wäsche raus.

Wie man auf dem Foto sieht ist der Untergrund nach dem aufstreuen vom Sand um einiges heller geworden. Ich habe es so gelassen, aber man kann die Fläche nochmal überstreichen, was dem Sand auch etwas die Schärfe nimmt, wodurch allerdings auch wieder etwas der Gripp der Reifen leidet. Da später die ganze Fläche von Kaffeemehl bedeckt ist, habe ich mir die erneute Streicherei erspart.
Als Rückwand ein Tapete, war auch nicht so mein Ding, also mal schnell zum Eisenbahnmodellbauladen geflitzt und so eine Panaoramarückwandtapete erstanden. Bein auspacken zu Hause hab ich dann festgestellt, daß es 4 Teile waren die aneinandergeklebt werden müssen (unsichtbar). Dazu mußte noch jeweils ein 1 cm breiter Rand an einer Stoßkante abgeschnitten werden. Bewußt stelle ich keine Fotos zu meinem Kampf und dem ankleistern der Rückwand in den Bericht, denn es war kein Ruhmesblatt für mich. Nur mal als kleine Stichpunkte - Falten nach dem anpassenden verschieben auf der 3 mm dünnen Hintergrundplatte - kein vernünftiger Übergang an den Stoßkanten der einzelnen Bildausschnitte - zerreissen des Bildes bei Anpaßversuchen, denn es war inzwischen ganz schön durchgeweicht vom Kleister. Abhilfe : Alles zusammengeknüdelt und ab in den Müll. Vielleicht hätte es ja bessser geklappt, wenn ich mir nen Tapeziertisch aufgestellt hätte und nicht auf dem Boden rumgefummelt hätte.
Kurzerhand habe ich die Rückwand dreifarbig gestrichen. Gut, ich bin kein Künster und es ist auch kein Kunstwerk geworden, aber die Rückwand soll ja zum größten Teil durch Bäume, Büsche, Zäune und dergleichen verdeckt werden und in den Himmel werde ich noch einige dünne Strichwölkchen pinseln. Immer noch besser als die schönste Tapete, zumindst für mein Gefühl.

Wo kaum Platz für ein Diorama ist, da feht es auch an einem Bastelplatz. Bei mir wurde das Problem gelöst, indem ich auf eine Holzplatte von 90x50 cm von unten Holzleisten befestigt habe, die sich von beiden Seiten über den Dioramarand schieben lassen. Die Bastelplatte drücke ich von oben auf den Rand, sitzt bombenfest und reicht für normales arbeiten an den kleinen Modellen völlig aus. Für schwere Sachen muss ich wohl den Keller aufsuchen. Wenn die Farbe trocken ist ist der Rohbau beendet und ich kann mich an die Sachen machen, die Spass bringen.

Ich werde noch einen kleinen Rand hinten und seitlich um die Platte kleben, damit ich nicht immer die kleinen Schräubchen aus dem Kaffeemehl suchen muß und damit der Bastelstaub mir nicht den Kaffeeacker verdreckt.
Nun weiter mit dem Dioramabau. Ich habe auf zwei 6 mm Sperrholzplatten den Farbanstrich mit dem eingestreuten Vogelsand aufgebracht. In eine Ecke wurde ein Loch geschnitten und mit einer Gitterplatte abgedeckt. Hier soll hinterher die Ladung der Hänger in einen drunter hängenden Behälter gekippt werden

Eine Modellbaustichsäge leistet hier gute Dienste und sorgt für saubere Schnitte.


Hier das halbfertige Loch zum abladen der Hänger. Da fehlen noch einige Details. Das rechte Bild zeigt die kurze Zufahrtstraße zum Silo, welches ich als nächstes in Angriff nehme. Schade daß ich so wenig Platz habe, aber man muss eben das Beste daraus machen.

Der blaue Unimog 400 steht an der Stelle, wo später das Silo zum befüllen der Hänger seinen Platz findet

Ein Überblick über die Ackerfläche. Die Kaffeeackerflächer ist zur Zeit noch 90 x 200 cm groß. Ob es so bleibt steht noch nicht fest.

Siku Fendt Control vor der ersten fertig gestellten Dioramaecke
Hier geht es zu einem Baubericht über ein Wüstendiorama, das auch für Farmermodelle geeignet wäre
