Baubericht  Kirovets K-700 A - Ein Russen Schlepper im Maßstab 1:16 -  Basis ist ein Blocher Umbausatz

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Nicht wundern, wenn verschiedene Namen auftauchen. Kirovets ist die international von Кировец selbst verwendete Namensumschrift. Andere manchmal benutzte Schreibweisen sind u.a. Kirowez, Kirowetz und Kirovetz.

Der Blocher Umbausatz ! 

Zusätzlich habe ich noch den Fartregler ,die Servoelektronik des Lenkmotors und das für den Bausatz vorgesehene John Deere 9530 Modell in 1:16 von Britains mitbestellt, da ich noch nicht sicher war ob ein Kirowezumbau, von den Maßen des Fahrgestellbausatzes her, realisierbar ist

Hier habe ich mal zum Größenvergleich ein Tamiya CR-01 Crawler dazu gestellt. (Reifendurchmesser Trecker 120 mm) Da ich ein Faible für den russischen Trecker K-700 habe, habe ich mich entschlossen dieses Modell zu bauen.

Mich reizt der K 700 A / K 701 , weil es dieses Modell in so vielen Varianten gibt, wie keinen anderen Traktor, z.B. als Zugmaschine mit Aufliegerkupplung, als Radlader, Forstmaschine oder sogar als 6x6 Kipper usw usw.. Auf den Blocherbausatz habe ich zurückgegriffen, weil ich keine vernünftige Werkstatt für Metallverarbeitung habe, den Plastikkram kann ich im Schein einer alten rostigen Kerze auf den Knien in meinem Kämmerlein zurecht feilen, Das bedeutet, jeder kann den Nachbau mit einfachsten Mitteln selbst erledigen

Hier einige Bilder vom montierten Fahrgestell

Über die Qualität des Bausatzes muß man keine Worte verlieren, die Bilder sprechen für sich. Die Knicklenkung wird mit Hilfe eines Getriebestellmotors realisiert. Eine kleine Elektronik macht aus diesem Getriebemotor in Verbindung mit einem Poti eine Art Servo. Eine unglaubliche Kraft hat der Antrieb, so daß ich wohl auf meine Finger achten muß, sollte ich mal bei angeklemmten Akku am Modell hantiern. Das Knickgelenk hat auch eine Verschränkung um die Längsachse, so das buckeliges Gelände bewältigt werden kann. Jedes Rad wird von einem eigenen Getriebemotor mit einer Untersetzung von 1:100 angetrieben, dadurch ist auch kein Differnzial nötig. Alle Motore werden gemeinsam von einem Fahrtregler gesteuert. Wer es etwas schneller haben möchte wählt die Untersetzung 1:70 die auch angeboten wird.

So, nun kann es endlich beginnen, der Neubau der Karosserie für den Kirowets 700 A aus Polysteryol Platten.

Angefangen bin ich mit dem ausmessen eines kleinen Modells in 1:87, was unglaublich detailiert ist und dem sammeln von Vorbildfotos. Dann habe ich eine Grundplatte aus 3mm Polystyrol Material zurechtgesägt, die Seitenteile angebaut und die Stoßstange gefertigt. das erste etwas komplizierte Teil wurde dann der Grill, sieht nicht so aus, ist aber so.

Polystyrol Platten und Kleber

 Diese weißen Platten, die es in vielen verschiedenen Stärken gibt, lassen sich leicht mit einer Laubsäge bearbeiten. Wenn man nur gerade Teile braucht wird es noch leichter. Dann einfach ein Stahllineal anlegen und die Platte je nach Materialstärke ein oder mehrmals anritzen und anschließend einfach abknicken. Ein supergerader Schnitt ist das Ergebnis, der nur noch einmal etwas verschliffen werden muß, so schnell und sauber geht es mit keiner Säge. Ich verarbeite auf diese Weise Platten bis 3 mm Materialstärke ohne Probleme. Die Haltbarkeit ist enorm, und an kritischen Stellen verstärke ich die Klebenähte noch mit Dreieck- oder Vierkantprofil aus dem gleichen Material.

Verklebt wird mit Klebstoffen die das Polystyrol anlösen. Ich verwende Pattex Modellbaukleber, so eine kleine rotbraune Flasche mit einer langen Metallnadel. Der Kleber ist unglaublich ergiebig und haltbar, außerdem läßt er sich durch die feine, lange Kanüle unvergleichlich präzise verkleben und dosieren. Die höchste Festigkeit wird allerdings erst nach einigen Tagen erreicht, aber nach 10 Minuten merkt man schon, daß es fest wird und nach ner Stunde kann ich meist schon mit dem Bauteil weiter hantieren. Dort wo ich Spalten schließen muß, verwnde ich Stabilit Express, auch ein Pattex Produkt. Sicher lassen sich auch andere Produkte verwenden, aber ich persönlich habe damit die besten Erfahrungen gemacht.

Weiter mit dem Modell

Nun gehts an eine etwas unangenehme Sache, das biegen der runden Kotflügel. Um vernünftig zu arbeiten müssen die Kotflügel vorgebogen werden. Um das elegant zu lösen kann man den in der Länge grob zugeschnittenen Streifen für den Kotflügel um eine runde Form wickeln, die nur etwas kleiner im Durchmesser ist als die Rundung die man am Ende haben möchte. Die runde Form sollte wärmebeständig sein, denn die Form mit dem umwickelten Poysterolstreifen muß nun in den Backofen um angewärmt zu werden. Ich stelle immer eine Temperatur von ca 60° C ein und gehe in den Heißluftbetrieb. Das Ergebnis seht Ihr unten auf dem zweiten Bild. nach dem entfernen der fixierenden Kabelbänder geht die Form nur etwas auseinander. Meine verwendete Edelstahltasse war vom Durchmesser etwas zu klein, so daß ich nach dem zurechtschneiden des Kotflügels die Biegung etwas strecken mußte.

 

Das montierte Ergebnis, es kann sich sehen lassen ! Die hinteren Seitenkästen sind auch schon grob vorgefertigt und angeklebt

Nachdem der Rohbau des Unterbaues fertig war habe ich ihn in rostbrauner Farbe vorlackiert, damit bei späteren Schrammen unter der Macke die braune Farbe vorscheint. Es sieht dann aus wie Rost, was bei solch einem alten Traktor sicher keine Seltenheit ist

Die endgültige Farbe wurde aufgebracht. Ich habe seidenmatt lackiert, weil es optisch kein fabrikneuer Trecker werden soll. Nun noch Fahrgestell und Felgen lackieren und los gehts mit dem Fahrerhaus.

Und weiter geht es mit der Farbe

Das Fahrgestell und die Felgen wurden lackiert

Die Verschränkung des Knickgelenkes um die Fahrzeuglängsachse

Die voll eingeknickte Lenkung. Zu sehen ist als Größenvergleich mal eine Zigarettenschachtel Vorne steht schon der Akkupack 12 Volt 3,7 AH. Das Modell erreicht so schon ein Gewicht von 4,7 KG

Bau des Fahrerhauses

Und weiter geht es mit den hinteren Kotflügeln

Der Kraftheber ist noch für das Bausatzmodell vom John Deere montiert , wenn ich mal ganz viel Zeit habe, kümmere ich mich um eine Angleichung an das Original. Da ich den Traktor als Zugmaschine angedacht habe ist mir das nicht ganz so wichtig.

Die RC Anlage wurde eingebaut mit zur Zeit folgenden Funktionen:

Kraftheber stufenlos rauf und runter - Fahrtregelung und Lenkung. Als nächstes spendiere ich dem Modell ein Soundmodul und mache nebenbei mit den vielen fehlenden Details weiter.

Die Maße des Modells

  • Die Geschwindigkeit ist mit 1,2 Km/h nicht sehr schnell, aber das macht er durch Kraft wieder wett.
  • Der Wendekreis ist mit ca 100 cm (Außen gemessen) überraschend klein.
  • Länge 460 mm - Breite 230 mm - Höhe 250 mm
  • Gewicht 5,1 KG wird aber sicher noch was beikommen
  • Akku  NI/MH - 12 Zellen - 12 V 3700 mAh
  • Reifendurchmesser 120 mm - Reifenbreite 65 mm

Viele Details fehlen zwar noch am Modell, aber ich möchte Euch den ersten Fahr- und Funktionstest nicht vorenthalten. Weitere Details und Videos auf der nächsten Seite.

Klick aufs Bild, dann gehts zur Seite 2

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