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Der Unitrac - Ein Unimog mit Raupenketten in 1:32

Dieser Unimog ist fast unbekannt, weil es ihn nur in geringen Stückzahlen gegeben hat und seine Zeit liegt auch schon eine Weile zurück.

Hier ein Originalfoto des Unitrac

RC Unitrac auf Basis eines U 400 in 1:32

Das war der letzte Umbau in dem Maßstab, da ich auf den Maßstab 1:16 wechsel.

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Im folgenden beschreibe ich aber noch einen Umbau, den ich aus diesem Grund sicher nicht mehr weiterführe, aber vielleicht gibt es dem einemn oder anderen Leser hilfreiche Anregungen.

Umbauversuch Unitrac

Ich besitze das Siku Control Modell JD 8430 T, auf dem waren Gummiketten montiert. Sofort dachte ich daran, diesen Gummikettenantrieb einmal für ein anderes Modell zu verwenden. Auf einem Diorama bietet sich da vom Bagger bis zur Raupe alles an, aber meine Auswahl fiel auf den Unitrac, den ich schon mal im Maßstab 1:14,5 angefangen hatte, aber der wegen Hobbyunterbrechung nie beendet habe.

Ich habe mir provisorisch aus Holzklötzen einen Rahmen zusammengezimmert (es gibt wirklich Leute die fahren mit sowas rum) um mal die Proportionen zu testen, und ob es mit diesen Gummiketten wohl was wird. Hat mir gefallen, nur ein anderes Führerhaus muß her, denn Original ist unter anderem auch das Führerhaus vom 421 montiert.

Welche Gummiketten ? Britans oder Siku

Ich habe mir dann das Britans Modell vom JD 8430T besorgt um diese Ketten zu testen, da sie wesendlich griffiger sind und ein stärkeres Profil haben. Auf dem oberen Foto ist links die Britanskette und rechts die Sikukette zu sehen. Unten ist es leider umgekehrt, ich hab das nicht beachtet. Auf dem unteren Foto sieht man daß die rechte Britanskette auch wesendlich längere Antriebsnoppen besitzt, sie sind ca 0,8 mm höher als die Noppen der Sikuketten, außerdem sind sie minimal breiter.

Ich habe also die Ketten mal auf das Siku Controlmodell montiert und ausprobiert. Die Britansketten lassen sich problemloser aufziehen, obwohl sie vom Gummi etwas dicker sind. Bei den ersten Fahrversuchen war ich auch sehr zufrieden, bis ich irgendwann merkte, daß ab und an mal eine kleine Beule in der Kette mit um das Antriebsrad lief. Aus irgendeinem Grund schob sich die Kette da auf. Ich vermute es liegt an den etwas längeren Noppen, oder die Zähnezahl stimmt nicht mit der Sikukette überein. Nachgeprüft habe ich es nicht. Ich bin für den Unitrac Eigenbau bei den Sikuketten geblieben.

Das größte Problem beim Umbau, die Antriebsräder der Gummikette

Ein netter Dreher Kumpel hat mir dann die Rohlinge für die Antriebsräder gedreht. Dabei ist zu beachten, daß erstmal die maßstäbliche Größe passt und sich dann der Umfang der Räder durch 5 teilen lässt, denn 5 mm ist genau der Abstand der Stege im original JD Kettenantriebsrad. Der Durchmesser dieser Antriebsräder liegt bei ca 19 mm. Ich habe dann in Handarbeit Rillen in die Laufflächen gesägt (je Antriebsrad 12 Rillen), in die dann später die Stege eingeklebt werden, welche in die Lücken zwischen den Zähnen der Raupenkette greifen sollen. Dann taucht das nächste Problem auf, das Anreißen der Sägeschnitte. Für sowas ist ein Zentrierwinkel das richtige Werkzeug, da ich den im Baumarkt nicht gefunden habe und diese Dinger im Preis bei ca 25 Euro anfangen, habe ich mir selbst was angefertigt. Außerdem habe ich keine richtige Werkstatt ich bastel zur Zeit nur auf dem Computertisch, darum  lassen sich meine Umbauten mit einfachsten Mitteln nachvollziehen.

Zum Schluß habe ich aus Messing die einzelnen Stege ausgesägt, eingeklebt und plangefeilt. Ich habe erst mit Sekundenkleber eine Probe gemacht, aber dann habe ich lieber einen 2 Komponentenkleber genommen (Stabilit Express vom Pattex), da der Sekundenkleber nicht spaltfüllend war. Alles in allem war der Bau dieser Antriebsräder in Handarbeit eine Saumaloche, gut, daß ich nur 2 Räder mit diesen Stegen brauchte.

Eine Anreißhilfe für die Antiebsräder

Hier meine provisorische Anreißhilfe. Ich glaube die Fotos erklären sich von selbst. Es sind zwei Winkel die einfach aneinander geklebt werden. Der Aluwinkel wurde auf den Radius der Radantriebsrolle heruntergefeilt, daß muß allerdings genau und gerade geschehen. Mit so einem Hilfsmittel läßt sich auch prima der Mittelpunkt von Rundmaterial markieren, einfach mehrmals drehen und anreißen, die Anreißlinien treffen sich genau im Mittelpunkt.

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Heute ist das bestellte kleine Tamiya 1:32 Modell vom Unimog angekommen. Da ich nur das Führerhaus benötige, ist das Modell ideal für den Unitrac geeignet. Obwohl es ein Unimog 406 ist und ich das Führerhaus vom 421 brauchte, sind die Unterschiede so gering, daß ich den Kompromis eingehe.

Nach einigen kleine Säge- und Umbauarbeiten wird wohl alles passen. Das Modell liegt kostengünstig bei ca 9 Euro. Allerdings werde ich das Fahrgestell etwas schmaler machen müßen, genaue Maße lege ich fest, wenn ich die Antriebe habe. Ein Selbstbau hätte mir wieder einiges an Nerven gekostet.

Umbau und Lackierung des Führerhauses

Am Führerhaus mußten einige kleine Änderungen gemacht werden. Es wurde unterhalb der Türen beschnitten und die Kotflügel wurden entfernt. Dann wurden ein Teil des Radausschnittes verkleidet und aus 0,5 mm Kunststoff neue Kotflügel angefertigt und alles zusammen geklebt. Bei der Cabrio Variante des Unimogführerhauses gehen die Kotflügel nur bis zur Tür, aber bei dem geschlossenen Führerhaus wie ich es verwende reichen sie bis zum hinteren Ende des Führerhauses. Anschließend kam schon mal Grundierung drauf und alles wurde fein nachgeschliffen. Bei der Stoßstange bin ich noch nicht sicher ob ich sie ersetze und dem Original anpasse.

Da ich nun auf Material warten mußte habe ich schon mal mit dem Führerhaus weitergemacht. Mit der Sprühdose den glänzenden Lack drauf und dann versucht nach den bekannten Metoden das Ganze etwas zu altern. Leider vertrugen sich die Farben nicht und ich habe es auf eigene Art probiert. Der Unitrac ist ja schon ein Oltimer aus den 60ger Jahren und frabrikneuer Lack sieht meine Meinung nicht aus.

Es fehlt aber noch eine Menge künstlicher Alterung, wie Dreck und Schlamm, das kommt später.

Hier nochmal ein Bild von oben zusammen mit einigen moderneren Unimogs. Deutlich sieht man den Größenunterschied, der Unitrac sieht fast aus wie ein anderer Maßstab. Allerdings bedeutet ein kleines Modell auch weniger Platz, was sicher noch ein Problem wird.

Bau des Fahrgestelles

Wer sich bisher erschrocken hat, was ich da für ein Holzgestell zusammengeklebt habe, sieht nun daß der Bodenwanne aus Messingblech gebaut wurde. Die Bodenwanne ist wieder ein Kompromiß, weil ich ja ein RC Modell bauen möchte und da brauche ich unbedingt diesen Platz, den die Bodenwanne mir bietet. Erst habe ich 1 mm Messingblech getestet, aber bei meinen bescheidenen Bastelmöglichkeiten hätte das alles unnötig erschwert. So habe ich 0,5 mm Messingblech genommen und das reicht vollkommen aus wenn ich noch einige Bleche einsetze. Ich löte die Messingteile weich zusammen, also einfach mit einem 80 Watt Lötkolben, dauert etwas, aber ist eine haltbare Geschichte.

Oben erkennt man wie die Lagerung der Antriebsachsen erfolgt. Ich habe aus Messing 2 Lagerblöcke gefeilt und eingepasst. Weichgelötet halten diese an der Bodenwanne bombenfest.

Erster Versuch der Kettenantriebes

Vorweg, die im folgenden beschriebene Antriebslösung habe ich verworfen, aber ich berichte mal an dieser Stelle darüber, denn vielleicht kann der eine oder andere Bastler ja mit dieser Lösung was anfangen, wo es auf Platz ankommt.

Innen ist die Bodenwanne nur 50 mm breit, daher kamen für einen Antrieb mit hilfe von umgebauten Servos nur Mini und Microservos in Frage. Ich endschied mich für die Conradservos MC 50, von denen 2 Servos genau nebeneinander in die Bodenwanne passen. Die Servos wurden geöffnet, indem das aufgeklebte Papier entfernt wurde. Dann kann man mit einem kleinen Messer den letzten Deckel abhebeln unter dem das Poti und die Elektronik sitzt. da ich Fahrtregler verwenden möchte, habe ich die Elektronik samt Poti entfernt und die Anschlußkabel des Motors verlängert und nach außen geführt. So bekommt man einen kleinen Getriebemotor. Das Servo hat zudem ein ganz stabiles Messinglager an der Antriebsseite liegen. Eine Verlängerung der Servo Antriebswelle, um auf diese später direkt das Antriebsrad zu montiern, habe ich verworfen. Es wären dann größere Umbauarbeiten an dem winzigen Servo nötig gewesen, damit die ständige Zugkraft der gespannten Gummikette von der Lagerung verkraftet wird. Also habe ich die auf den oberen Bildern zu sehenden Messinglager an die Bodenwanne montiert, die diese Kräfte auffangen sollen. Die Verbindung zwischen Servo und Antriebswelle sollte über eine Steckverbindung erfolgen. Ich habe also 4 Zapfen in eine kleine Messingscheibe gelötet (wieder in Handarbeit mit der Feile aus Flachmaterial gefertigt) und diese dann wieder auf eine 4 mm Welle gelötet. Die Welle wurde außen, wo das Antriebsrad sitzt abgeflacht, damit die 3 mm Stiftschraube die im Antriebsrad sitzt auch genügend Halt auf der Welle findet.

Als Beispiel für die Größenverhältnisse, habe ich einem Foto mal ein Streichholz beigelegt

Das Ruderhorn des Sevos wurde gekürzt und die 4 Ruderhörner greifen nun in die Lücken zwischen den Zapfen der Antriebsscheibe. Diese "lose" Verbindung ist in der Lage Verschiebungen auszugleichen, wenn die Wellen von Servo und Antrieb sich nicht genau gegenüberstehen, außerdem ist so das Servo nur den eigenen Drehbelastungen ausgeliefert und andere Kräfte die von der Antriebswelle kommen, werden durch die lockere Verbindung ausgeglichen. Es hat auch alles gut funktioniert, aber die Leistung des Servos lag im unteren Bereich meiner Vorstellungen, wie ein Testlauf zeigte. Ich werde nun passende Micromotoren mit Getriebe besorgen und statt eines Rades mit Stiften die Verbindung zwischen Motor und Antriebswelle mit Zahnrädern testen.

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